Last updated: 20/01/2017 [Design & Pictures by Simons Nature]
Namibia

Namibia

Namibia, ehemals deutsche Kolonie, ist grundsätzlich ein sehr trockenes Land mit faszinierenden Landschaften. Die Namib, von wo der Name stammt, ist eine endlose Wüste mit einer Besonderheit, die morgendlichen Nebel, die von der Küste ins Landesinnere ziehen. Durch dieses Wetterphänome gibt es Leben, und nicht nur kleine Insekten, sondern auch Reptilien wie der einmalige Namibgecko [Pachydactylus rangei] oder das Wüstenchamäleon [Chamaeleo namaquensis]. Weitere Arten kommen in etwas feuchterem Gebiet vor, zum Beispiel das Hartmann-Bergzebra [Equus zebra hartmannae] oder die Angola-Giraffe [Giraffa camelopardalis angolensis]. Neben der einmaligen Tierwelt, konzentriert zu sehen im Etosha Nationalpark, ist die Kultur der Himba und der San zu entdecken und zu empfehlen. Mit einfachsten Mittel haben diese Menschen gelernt, den harschen Bedingungen ihres Landes zu trotzen.
Die Epupafälle (in der Sprache der Herero heisst epupa fallendes Wasser - beschreibt den Klang und den Schaum, den das die Felsen hinuntertosende Wasser verursacht), Monte-Negrofälle in Angola, befinden sich im Verlauf des Kunene, des Grenzflusses zwischen Namibia und Angola. Die Höhe der Fälle beträgt etwa 40 m. Durch den Zufluss verschiedener wasserreicher Flüsse aus dem Hochland von Angola ist der Kunene in Namibia der Fluss mit der höchsten Fliessgeschwindigkeit. Er hat in dem ansonsten ariden Kaokoveld enge Schluchten ausgewaschen.
Der Etosha-Nationalpark ist ein 22.275 Quadratkilometer (km²) grosser Nationalpark im Norden von Namibia und bedeutendstes Schutzgebiet des Landes. Der Park liegt am Nordwestrand des Kalahari-Beckens und umfasst fast die gesamte 4760 km² grosse Etosha-Pfanne. Der Name „Etosha“ stammt aus dem Oshivambo und bedeutet so viel wie „grosser weisser Platz“.
Als Himba (Pluralform in ihrer eigenen Sprache OvaHimba) bezeichnet man ein ausschliesslich kulturell von den Herero unterscheidbares Volk im Norden Namibias und im Süden Angolas. Die Himba gehören zur Sprachfamilie der Bantu. Etwa 16.000 Menschen soll dieses Hirtenvolk im Jahre 2002 umfasst haben, doch ist die Zugehörigkeit zu den Himba vielfach eine persönliche Entscheidung, die äusserlich unmittelbar erkennbar ist. Sie gelten als letztes (halb)nomadisches Volk Namibias, während sie sich in Angola mit dieser Lebensweise in der Gesellschaft der Vakuval(e) und der Mundimba befinden.
Die Namib (Khoekhoegowab für weiter Platz) ist eine Trockenwüste an der Westküste Afrikas. Sie liegt auf dem Gebiet von Namibia und Angola und enthält den Namib-Naukluft-Nationalpark, den Nationalpark Skelettküste sowie den Sperrgebiet-Nationalpark. Da sie direkt an der Küste des Atlantiks beginnt, ist sie eine der wenigen Küstenwüsten der Erde. Seit dem 20. Juni 2013 sind weite Teile der Namib als Namib Sand Sea („Namib-Sandmeer“) UNESCO-Welterbe
Als Skelettküste (englisch Skeleton Coast) wird der nördliche Teil der Meeresküste Namibias und deren Hinterland bezeichnet, der von Swakopmund bis zum Kunene, dem Grenzfluss zum nördlich gelegenen Angola reicht. Die lebensfeindliche, extrem trockene Namib-Wüste beginnt entlang der Skelettküste direkt am Atlantischen Ozean und wird daher auch als Küstenwüste bezeichnet. Geologisch gehört ein Grossteil der Skelettküste mit einem Alter von bis zu 1,5 Milliarden Jahren zu den ältesten Landschaftsformationen der Erde. Nebel, heftige Brandung und unberechenbare, starke Strömungen – durch den an der Küste nordwärts fliessenden Benguelastrom – machen die Küste von jeher und bis heute für die Seefahrt gefährlich. Entlang der Küste legen hunderte von Schiffswracks in Ufernähe und am Strand davon Zeugnis ab.
Das Sossusvlei liegt in Namibia und ist eine von Namibsand-Dünen umschlossene beige Salz-Ton-Pfanne („Vlei“) in der Namib-Wüste, die nur in seltenen guten Regenjahren Wasser führt. Dann bildet sich sogar für kurze Zeit ein wenige Zentimeter bis mehrere Meter tiefer See am Ende des Vlei. Sossus bedeutet „blinder Fluss“ in der Sprache der Nama. „Blind“ bezieht sich darauf, dass der nach ergiebigen Regenfällen aus einer Gebirgsregion im Landesinneren kommende, in Richtung des Atlantiks fliessende Fluss Tsauchab beim Sossusvlei in den Sanddünen der Namib-Küstenwüste endet bzw. versandet – etwa 50 km vom Meer entfernt. Das Gebiet ist Teil des Namib-Naukluft-Nationalparks. Das Sossusvlei ist seit 21. Juni 2013 Teil des UNESCO-Welterbes des Namib-Sandmeeres.
Die Spitzkoppe (auch Spitzkuppe) ist ein Inselberg 120 km östlich von Swakopmund in Namibia, der seine Umgebung 700 Meter überragt. Aufgrund ihrer markanten Form wird sie auch als das „Matterhorn Namibias“ bezeichnet und gehört zu den meist fotografierten Bergen des Landes. Die Spitzkoppe ist ein Nationales Denkmal Namibias. Die Spitzkoppe entstand durch eine Intrusion, die allerdings nicht die Erdoberfläche erreichte. Im Laufe der Jahrmillionen verwitterte das umgebende Deckgestein und nur der witterungsbeständigere Granit der Intrusion blieb erhalten.
Swakopmund liegt in einem flachen Abschnitt der namibischen Südatlantikküste, direkt nördlich der Mündung des Flusses Swakop. Von Norden und Osten wird die Stadt durch die hier verlaufende Sandwüste der Namib und der Skelettküste begrenzt, wodurch es in der Region sehr wenig Niederschlag gibt. Die nächstgelegenen höheren Erhebungen sind die Rössingberge, rund 20 Kilometer landeinwärts.
Twyfelfontein (afrikaans, ‘Zweifel(hafte)Quelle’) heissen eine Quelle und ein Tal im sehr trockenen Damara-Bergland der Region Kunene in Namibia. Von den Damara als seinen früheren Bewohnern wurde das Tal "Uri-Ais" (springende Quelle) genannt. Als 1947 weisse Farmer dort siedelten, fanden sie die Quelle nicht zuverlässig, wiederholt versiegend, und nannten sie daher "Twyfelfontein". 1964 wurden die Farmen wieder aufgegeben; heute wird der Name Twyfelfontein für das gesamte Tal verwendet. In dieser Gegend sind auf engem Raum tausende Felsbilder versammelt – sowohl als Felsmalereien wie insbesondere auch als Felsritzungen – die von mittel- und jungsteinzeitlichen Kulturen stammen und zu den ältesten an einen Untergrund gebundenen Darstellungen in Afrika gehören.
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