Last updated: 20/01/2017 [Design & Pictures by Simons Nature]
Bolivien

Bolivien

Bolivien gilt als das ärmste Land in Südamerika. Dies mag wohl auf die wirtschaftliche Situation zutreffen, jedoch nicht auf die Natur und die Menschen. Die Hochebene in Richtung Chile beeindrucken mit Kargheit, unterbrochen von Lagunen in grün, blau und rot. Neben der reichen Geschichte, die auch das traurige Kapitel der Ausbeutung der indigenen Bevölkerung zur Zeit der spanischen Besatzung umfasst, vorallem noch hautnah zu spüren in Potosi, bietet das Land viel Platz und Raum um die Gedanken schweifen zu lassen. Der endlose Himmel, die klare und kalte Luft und die freundlichen Menschen bleiben mir für immer positiv in Erinnerung.
Schon die Inka hatten am Cerro Rico Silber fördern lassen. Egas de Guzmán errichtete hier 1533 eine blutige Tyrannei. Am 10. April 1545 als Bergbausiedlung gegründet, erreicht Potosí bald eine sagenhafte Blüte. Der Reichtum der Mine spülte ungeheure Menschenmassen in die unwirtliche Hochgebirgssteppe um den Cerro Rico. Gegen 1611 war Potosí mit 150.000 Einwohnern zu einer der grössten Städte der Welt aufgestiegen, obwohl nur ca. 13.500 Menschen unter Tage Silber fördern.
Potosí (Quechua P'utuqsi: Lärm) ist eine Stadt im südlichen Zentralbolivien. Sie ist die Hauptstadt des gleichnamigen Departamento Potosí und hat knapp 175.000 Einwohner. Sie liegt am Fuss des Berges Cerro Rico (dt. Reicher Berg), dessen Silberreichtum Potosí im frühen 17. Jahrhundert zu einer der grössten Städte der Welt machte und von dessen Silber- und Zinnvorkommen die Stadt noch heute abhängig ist. Seit 1987 sind die kolonialen Bauten Potosís Teil der UNESCO-Liste des Weltkulturerbe. Dazu gehören auch die alten Industriebauten, insbesondere die Anlagen der Wasserhaltung, und die Arbeiterquartiere der barrios mitayos. Im Juni 2014 wurde der Schutzbereich um den Cerro Rico aufgrund der Gefährdung durch das unkontrollierte Minen- und Abbaussystem erweitert und damit in die Liste der gefährdeten Stätten aufgenommen.
Der Salar de Uyuni (auch Salar de Tunupa) ist mit mehr als 10.000 Quadratkilometern die grösste Salzpfanne der Erde. Die Salzkruste wurde vor über 10.000 Jahren durch das Austrocknen des Paläosees Tauca gebildet. Der Salar de Uyuni liegt im Südwesten Boliviens auf einer Höhe von 3653 m und gehört zu den Landschaften des Altiplano. Die Salzmenge des Salar de Uyuni wird auf ungefähr zehn Milliarden Tonnen geschätzt. Jährlich werden davon etwa 25.000 Tonnen abgebaut und in die Städte transportiert. Darüber hinaus gilt der See als eines der weltweit grössten Lithiumvorkommen.
Alota ist eine Ortschaft im Departamento Potosí im südamerikanischen Anden-Staat Bolivien. Alota ist zentraler Ort im Kanton Alota und zweitgrösste Ortschaft der Provinz Enrique Baldivieso. Die Ortschaft liegt auf einer Höhe von 3816 m am südlichen Rand des Stratovulkan Cerro San Agustín, der eine Höhe von 5.357 m erreicht. In nordöstlicher Richtung fliesst an der Ortschaft der Río Alota vorbei, acht Kilometer östlich der Ortschaft liegt die Laguna Tarija.
Sucre ist die konstitutionelle Hauptstadt von Bolivien und Sitz des obersten Gerichtshofs, es liegt im zentralen Südteil des Landes und ist Hauptstadt des Departamento Chuquisaca. Die Stadt ist seit 1839 nach dem revolutionären Führer Antonio José de Sucre benannt. Sie ist für ihre Schokoladen-Spezialitäten bekannt. Sucre wurde 1538 von Pedro Anzurez Marques de Campo Redondo als Ciudad de la Plata de la Nueva Toledo gegründet und war kurz als La Plata sowie Charcas und auf Quechua als Chuquisaca bekannt. Sucre liegt auf rund 2800 m, hat ein sehr angenehmes, gemässigtes Klima und gilt mit seinen reichen, gepflegten Plätzen und Parkanlagen als eine der schönsten Städte Südamerikas.
La Paz (Nuestra Señora de La Paz, Aymara: Chuqiyapu) ist der Regierungssitz Boliviens (Hauptstadt: Sucre). Mit einer Höhe von 3200 bis 4100 m ist die Stadt der höchstgelegene Regierungssitz der Erde. Der volle Name der Stadt lautete zunächst Nuestra Señora de La Paz („Unsere Liebe Frau des Friedens“) wegen eines verhinderten Aufstandes der indigenen Ureinwohner; den heutigen Namen erhielt sie 1825 zum Gedenken an die siegreiche Schlacht bei Ayacucho im Unabhängigkeitskrieg gegen die Spanier. La Paz ist auch Hauptstadt des Departamentos La Paz.
Santa Cruz de la Sierra ist die Hauptstadt des Departamentos Santa Cruz im südöstlichen Bolivien, ca. 550 km östlich von La Paz. Santa Cruz de la Sierra wurde am 26. Februar 1561 von Ñuflo de Chávez in der Nähe der heutigen Ortschaft San José de Chiquitos gegründet; Ñuflo de Chávez benannte die Siedlung nach seinem gleichnamigen Heimatdorf in der spanischen Extremadura, 12 km südlich von Trujillo. Der spanische Ortsname bedeutet Heiliges Kreuz der Berge. 1592 wurde die Stadt an die heutige Stelle verlegt, da sich die ursprüngliche Lage wegen Konflikten mit Ureinwohnern als ungünstig erwiesen hatte.
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