Last updated: 20/01/2017 [Design & Pictures by Simons Nature]
Mammalia

Mammalia [Säugetiere]

Die Säugetiere (Mammalia) sind eine Klasse der Wirbeltiere. Zu ihren kennzeichnenden Merkmalen gehören das Säugen des Nachwuchses mit Milch, die in den Milchdrüsen der Weibchen produziert wird, sowie das Fell aus Haaren, das sie in Kombination mit der gleichwarmen Körpertemperatur relativ unabhängig von der Umgebungstemperatur macht. Bis auf wenige Ausnahmen sind Säugetiere lebendgebärend. Säugetiere sind an Land am artenreichsten verbreitet, doch bevölkern sie auch Luft und Wasser. Das Verhaltensspektrum der Säugetiere ist breit und flexibel, einige Gruppen zeigen komplexe soziale Gefüge. 2005 wurden weltweit 5416 rezente Arten unterschieden.
Die Paarhufer, auch Paarzehige Huftiere oder Paarzeher (Artiodactyla oder Paraxonia), sind in der klassischen Systematik eine Ordnung der Säugetiere (Mammalia). Es handelt sich um überwiegend pflanzenfressende Tiere, die im Gegensatz zu den Unpaarhufern meist durch eine gerade Anzahl von Zehen (zwei oder vier) charakterisiert sind.
Die Raubtiere (Carnivora) sind eine Ordnung der Säugetiere (Mammalia), welche die Hundeartigen (Canoidea) und die Katzenartigen (Feloidea) einschliesst. Die 16 rezenten Familien der Raubtiere sind mit etwa 270 Arten in 110 Gattungen nahezu weltweit verbreitet und ernähren sich als typische Prädatoren (Beutegreifer) überwiegend von Wirbeltieren.
Die Fledertiere (Chiroptera, auch Flattertiere) sind eine Ordnung der Säugetiere. Mit rund 1100 Arten sind die Fledertiere nach den Nagetieren die artenreichste Ordnung innerhalb der Säugetiere. Die Fähigkeit zum Schlagflug haben sie als stammesgeschichtlich jüngste Gruppe der Wirbeltiere erworben – nach den ausgestorbenen Flugsauriern und den Vögeln.
Die Schliefer (Hyracoidea) bilden eine Ordnung gut kaninchengrosser, murmeltierähnlicher Säugetiere (Mammalia). Sie sind am nächsten mit den Elefanten (Proboscidea) und Seekühen (Sirenia) verwandt, mit denen sie als Paenungulata zusammengefasst werden. Heute werden Schliefer in die sehr heterogene Gruppe der Afrotheria eingeordnet.
Die Hasenartigen, Hasentiere oder wissenschaftlich Lagomorpha (altgr. λᾰγῶς lagôs „Hase“ und μορφή morphḗ „Form“) sind eine zur Überordnung der Euarchontoglires gezählte Ordnung der höheren Säugetiere. Die Ordnung besteht aus zwei Familien, den Pfeifhasen (Ochotonidae) und den Hasen (Leporidae) mit zusammen 70 bis 80 Arten. Die Hasenartigen werden vor allem aufgrund verschiedener Merkmale des Schädelaufbaus, der Bezahnung und des Baus der Hinterbeine zusammengefasst und den Nagetieren (Rodentia) gegenübergestellt.
Die Unpaarhufer oder Unpaarzeher (Perissodactyla, selten auch Mesaxonia) sind eine Ordnung der Säugetiere (Mammalia). Im Gegensatz zu den Paarhufern sind sie durch eine meist ungerade Anzahl von Zehen charakterisiert. Die Ordnung umfasst drei rezente Familien, die Pferde (Equidae), Nashörner (Rhinocerotidae) und Tapire (Tapiridae) mit insgesamt rund 17 Arten. Dass diese drei sehr unterschiedlich aussehenden Familien miteinander verwandt sind, erkannte als erster der Zoologe Richard Owen im 19. Jahrhundert, der auch den Begriff Unpaarhufer (engl. odd-toed ungulates) prägte.
Die Zahnarmen (Pilosa) sind eine Ordnung der Säugetiere. In dieser Gruppe werden die Ameisenbären und die Faultiere zusammengefasst. Zusammen mit den Gepanzerten Nebengelenktieren bilden sie die Überordnung der Nebengelenktiere (Xenarthra). Faultiere und Ameisenbären sind stark an die jeweilige Lebensweise angepasst und unterscheiden sich äusserlich deutlich voneinander.
Die Primaten (Primates) oder Herrentiere sind eine zu der Überordnung der Euarchontoglires gehörige Ordnung innerhalb der Unterklasse der Höheren Säugetiere. Ihre Erforschung ist Gegenstand der Primatologie. Der Ausdruck „Affen“ wird bisweilen für diese Ordnung verwendet, ist aber missverständlich, da Affen nur eine Untergruppe darstellen.
Die Ordnung der Rüsseltiere (Proboscidea) wurde nach dem auffälligsten Merkmal, dem Rüssel (lat. proboscis), benannt. Ihre einzigen heute noch lebenden Vertreter sind die Elefanten. Die Rüsseltiere unterscheiden sich nicht nur durch den überaus langen Rüssel, sondern auch durch ihren Körperbau und ihre charakteristische Bezahnung (Stosszähne bzw. grosse Mahlzähne) von allen anderen Landsäugern.
Die Nagetiere sind eine Ordnung der Säugetiere. Mit etwa 2280 Arten stellen sie rund 42 % aller Säugetierspezies und sind somit die bei weitem artenreichste Ordnung dieser Gruppe. Sie sind nahezu weltweit verbreitet und haben eine Vielzahl von verschiedenen Lebensräumen besiedelt. Nur sehr wenige Nagetiere sind als Kulturfolger oder Heimtiere verbreitet, jedoch prägen sie das Bild der gesamten Gruppe. Viele Arten sind hingegen kaum erforscht und haben ein sehr eingeschränktes Verbreitungsgebiet.
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