Last updated: 20/01/2017 [Design & Pictures by Simons Nature]
Persönliches

Persönliches

Besuchte Länder

Reisen, mein grosses Hobby und die Inspiration für mein Leben. Insgesamt bin ich in über 70 Länder gewesen, manchmal nur für wenige Tage, ein anderes Mal für mehrere Wochen. Relativ unbekannte sind darunter, wie Äthiopien oder Suriname, jedoch auch Hot Spots wie Kenia oder Südafrika, oder aber auch klassische Stadt-Staaten wie Singapur und Hong Kong.

Persönliches

Name
Simon Blättler
Wohnort
Stallikon, Schweiz
Geburtstag
29. August 1977
Beruf
Projektmanager
Studium
Dipl. Ing. Informatik FH
Executive MBA in Business Engineering
IPMA Stufe C

Abenteuer

Das erste Mal... unbeschreiblich. Three... two... one... jumping...
Vor dem Bungee Jumping noch ein bisschen Waschmaschinenfeeling. Der härsteste Raft, den ich je unternommen habe... inklusive "aus dem Boot schleudern", "afrikanisches Flusswasser geniessen", "gerettet werden"...
Mit dem Land Rover Defender über Stock und Stein... oder durch den Schlamm, wie auch immer. Ein paar Eindrücke aus Skandinavien und Deutschland unterwegs mit meiner Partnerin. Es war ein absolut fantastisches Abenteuer.

Interview - 2012

Frage:
Simon, wie bist Du zur Fotografie gekommen?
Simon:
Eigentlich hat alles damit begonnen, als ich meine erste Spiegelreflex Kamera, natürlich noch ein analoges Model von Minolta, von meiner Mutter zum 20ten Geburtstag geschenkt bekommen habe. Diese Kamera habe ich dann mit auf meine Reise nach Australien mitgenommen. Mehr als 30 Dia Filme a 36 Fotos habe ich verbraucht und freute mich sehr über das Ergebnis. Es war aber mehr oder weniger halt einfach Knipsen und nicht wirklich fotografieren.
Frage:
Du kombinierst ja Reisen mit der Fotografie. Was reizt Dich, auch in ziemlich unwirtliche Gegenden zu reisen? Was treibt Dich an?
Simon:
Wie bereits gesagt, bin ich ja mit knapp 20 Jahren nach Australien, genauer nach Cairns, geflogen. Drei Monate habe ich da an einer Sprachschule mehr oder weniger intensiv Englisch gelernt, nebenbei habe ich aber auch viele Ausflüge unternommen. Zudem habe ich das Tauchbrevet gemacht und viele Tauchgänge im Great Barrier Reef unternommen. Natur hat mich schon von klein auf fasziniert. Dabei muss man wissen, dass ich in einem alten Bauernhaus, weit weg vom Dorf, aufgewachsen bin. Wir hatten Schafe, Hühner, Kaninchen, Katzen, einen Hund, Schildkröten und später auch noch Meerschweinchen. Mit meinen Geschwistern, ich habe drei, sind wir auch sehr oft im nahen Wald gewesen und haben grosse Abenteuer erlebt. Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie uns das ermöglicht haben. Ich denke, dies ist der Hauptgrund, warum ich die Natur und das Abenteuer liebe. Auch in der Schweiz unterwegs zu sein, in der Natur auf Wanderungen, ist sehr reizvoll, aber eben, auch die Exotik reizt mich ungemein. Die Geräusche im Regenwald am frühen Morgen, Wanderungen in unberührter Natur, weit weg von der Zivilisation. Die Stille in der Wüste, das Leben an einem Strand auf einer einsamen Insel. Ich konnte noch ewig mit Beispielen weiterfahren. Mittlerweile habe ich fünfzig verschiedene Länder besucht, manche nur wenige Tage, manche für mehrere Wochen. Es reizt mich einfach, überall hinzureisen, wo es sicherheitstechnisch möglich ist. Ganz besonders Länder, die nicht vom Tourismus überschwemmt sind. Ich habe keine Probleme damit, alleine in einem Häuschen im Urwald zu sein, jedoch stresst es mich, in Städten mit Millionen von Touristen unterwegs zu sein.
Frage:
Was war dann das einsamste, was Du unternommen hast?
Simon:
Speziell war sicher mein Aufenthalt in Belize. Ich hatte gehört, dass die Wahrscheinlichkeit, Jaguare in freier Wildbahn zu sehen, im Cocksomb Bassin in den Maya Mountains relativ gross ist (leider habe ich dann keinen gesehen). So habe ich von hier aus organisiert in der Forschungsstation übernachten zu können. Da es gerade die Saison für Tropenstürme war, war diese Station beinahe verlassen. Es gab gerade einen Parkwärter, der sich am Abend jeweils betrank und früh schlafen ging, so dass ich dass Gefühl hatte, alleine an diesem Ort zu sein. Drei Tage habe ich dann in einer Hütte ohne Strom und fliessendem Wasser gewohnt, sah in dieser Zeit vielleicht einmal den Ranger, teilte die Hütte nur mit Kakerlaken und Mäusen. Das Essen habe ich vorgängig besorgt und musste, als die Packung der Bohnen und Tortillas offen war, darauf achten, dass mir die Tiere nicht alles weggefressen. Für diesen Zweck habe ich das Essen an einen Draht in der Hütte aufgehängt. Das hat eigentlich gut funktioniert, obwohl ich beim Essen trotzdem darauf achten musste, nicht unfreiwillig zusätzliches Protein in Form von Ameisen zu mir zu nehmen. Diese Tiere sind einfach überall. Das gleiche ist mir übrigens auch in Malaysia, genauer gesagt im Kubah Nationalpark, passiert. Da war auch niemand, jedoch die Hütte viel luxuriöser eingerichtet. Ameisen haben sich aber auch dort über mein Essen hergemacht. Mit dem muss man leben können.
Frage:
Du bist ja viel unterwegs. Hast Du auch schon Probleme auf deinen Reisen gehabt?
Simon:
Ja klar, das gibt es immer wieder. Einmal, ich war gerade ein Woche in Nepal und wollte nach Indien weiterreisen, musste ich drei Tage in Katmandu auf den Weiterflug warten, weil es Nebel hatte. Das war ziemlich nervenaufreibend, jeden Morgen an den Flugplatz, warten bis es dunkel wurde, dann wieder zurück in ein Hotel. Zum Glück haben mich die Airline bzw. mein lokaler Guide teilweise gut unterstützt, aber die Situation war schon chaotisch. In meinem Pass habe ich von diesem Abenteuer nun drei Exit Stempel aus Nepal, jedoch nur ein Entry. Das Abenteuer ging dann in Indien noch weiter. Als ich in Delhi ankam, war eigentlich vereinbart, dass mich dort jemand am Flugplatz treffen würde, um mich zu unterstützen, mit der Gruppe, welche ich in Delhi treffen sollte und die bereits weitergereist war, zusammenzubringen. Leider hat auch dies nicht geklappt, niemand war am Flugplatz. Die einzige Möglichkeit, nicht komplett verloren zu gehen war, die Adresse des Hotels aufzusuchen, in dem die Gruppe vor der Abreise übernachtet hatte. So habe ich halt ein Taxi organisiert (Taxis in Indien werden mehr durch den Anstrich als durch Blech zusammengehalten), dass mich dann, nach langem Suchen, zum Hotel brachte. Zum Glück wusste der Besitzer an wen er sich wenden musste um mir zu helfen. Mit dem Zug bin ich dann schlussendlich zur Gruppe gestossen, knapp eine Minute vor Mitternacht, dem 31. Dezember 09.
Alltägliche Probleme auf den Reisen gab es etliche. Sei es Verpflegung, Erkältungen oder Flugzeuge, wo ich froh war, wenn wir das Ziel sicher erreicht hatten. Pisten im Urwald mit alten, ein oder zweimotorigen Maschinen anzufliegen ist immer eine spannende Angelegenheit. Einmal hatte ich einen Piloten, der hat während dem Flug Zeitung gelesen. Oder ein anderer wollte mir, da ich der einzige Passagier war, zeigen, wie gut er fliegen konnte. Knapp über dem Boden sind wir mit der Kiste dahingerast, ich hatte das Gefühl, die Bäume unter uns anfassen zu können.
Frage:
Wenn Du erzählst, sieht man Deine Augen leuchten. Ich denke, Du könntest noch lange von Deinen Reisen erzählen. Kommen wir zur Fotografie. Was für eine Ausrüstung nutzt Du?
Simon:
Ja, ich spüre schon wieder das Feuer in mir, nur schon beim Erzählen packt mich das Reisefieber wieder. Ich könnte noch stundenlang erzählen, von Büffel und Zebras neben unserem Zelt, Jaguargebrüll in Brasilien, Begegnungen mit Schlangen und Spinnen, Stimmengewirr in Indien ohne Menschen zu sehen usw. Aber Du willst ja etwas über die Fotografie wissen. Also, betreffend Ausrüstung setze ich voll und ganz auf Nikon. Die Kameras liegen mir einfach besser in der Hand als die der Konkurrenz. Auch die Bildqualität ist phänomenal und die Objektive passen perfekt zu den Bodys, d.h. Qualität von A bis Z. Ich brauche eine Kamera, die auch bei Regen oder Kälte ohne Kompromisse funktioniert.
Auch alle meine Objektive stammen aus dem Hause Nikon. Vor einer Reise muss ich mich jeweils entscheiden, welche ich mit mir rumtragen möchte. Schon so ist die Tasche mit der Ausrüstung etwa gleich schwer wie das übrige Gepäck.
Wenn ich z.B. plane, Bilder von Tieren zu machen ist immer mein 200-400mm f/4G Zoom-NIKKOR dabei. Ich liebe dieses Objektiv, obwohl es alleine schon mehr als 3 kg wiegt. Es liegt einfach gut in der Hand und die Bildqualität sehr gut. Durch die unterschiedliche Brennweite ist es zudem auch flexibel einsetzbar. Ich erinnere mich an Costa Rica. Da war ich mit diesem Objektiv die Attraktion im Nationalpark. Es geht einfach nicht diskret. Ansonsten nutze ich auf Reisen oder Trecking das AF-S NIKKOR 28-300mm f/3.5-5.6G. Der Brennweitenbereich ist optimal und es wiegt auch nicht so viel. Weiter habe ich noch Weitwinkel, Makro und Standardobjektive, die jeweils nach Bedarf im Gepäck sind. Dann kommen natürlich noch der Blitz und die Kleinteile wie Batterien und Filter dazu.
Frage:
Stichwort Filter: Was für welche nutzt du?
Simon:
Eigentlich nutze ich Filter sehr selten. Ich habe mir kürzlich wieder einen Polfilter gekauft, der leider mangels Qualität bereits nicht mehr zu gebrauchen ist. Es haben sich feine Risse gebildet. Ansonsten habe ich mir ein Set Graufilter gekauft, um bei hellem Licht die Möglichkeit zu haben, Langzeitbelichtungen zu machen. Dies vor allem für Aufnahmen von Wasserfällen und ähnlichem.
Frage:
Hast Du auch schon Kameras oder Objektive zerstört?
Simon:
Obwohl ich eigentlich auf die Ausrüstung keine Rücksicht nehme, ist fast alles noch intakt. Abnutzungserscheinungen wie lose Gummiteile und ähliches gibt es natürlich. Aber wie oben bereits erwähnt, die Ausrüstung von Nikon ist sehr robust.
Einmal jedoch ist mir ein Lapsus passiert. Ich wollte aus dem Hotelzimmer in Katmandu die Nacht fotografieren, da ist mir die Kamera aus dem Fenster gefallen. Einfach so weggekippt und, ich denke, es waren vier Meter weiter unten, irgendwo aufgeschlagen. Als ich dann an der Rezeption mein Missgeschick schilderte, hat der Concierge das ganze mit Humor genommen. Schnell war ich von vielen jungen Männern umgeben, die mir unbedingt helfen wollten, die Kamera wieder zu finden. Und tatsächlich, einer brachte sie mir nach wenigen Minuten wieder, ein bisschen lädiert, aber noch brauchbar. Das Objektiv ist seitdem defekt, jedoch habe ich es noch für viele Aufnahmen in Nepal und Indien verwendet. Und, jetzt habe ich ein einmaliges Bild einer fallenden Kamera in Katmandu...
Frage:
Hast Du eigene Lieblingsfotos?
Simon:
Es gibt viele, die mir gefallen. Sicher ein Highlight sind die Tigerbilder aus Indien. Da bin ich besonders stolz und, mir imponieren halt auch die Tiere enorm. Für mich sind es die schönsten Katzen auf der Welt. Mächtig, gross, stolz und unglaublich eindrücklich. Daneben sind natürlich auch die Löwenbilder aus Uganda gelungen. Ich lag auf dem Dach der Trucks, die Kamera im Anschlag und vielleicht fünf Meter entfernt der Löwe auf dem Baum. Er hätte bloss springen müssen um mich zu packen. Aber er hatte zum Glück den Magen bereits vollgeschlagen. Eigentlich gefallen mir alle Bilder, bei der Action abgebildet ist oder ein besonders schöner Vogel oder ein anderes Tier darauf ist. Kritischer bin ich mit Bildern aus Städten. Aber das hat wahrscheinlich mit meiner Präferenz für die Natur zu tun. Ah, und nicht zu vergessen Bilder von Menschen. Da kommen mir besonders die in den Sinn aus Laos, welche ich auf einer zweitägigen Schifffahrt auf dem Mekong aufgenommen habe. Goldsucher, Fischer und spielende Kinder konnte ich so sehr diskret fotografieren. Im Bereich „Selection“ auf der Seite hat es eine Auswahl von guten Fotos.
Frage:
Hast Du Pläne für die Zukunft hinsichtlich der Homepage, der Fotografie und dem Reisen?
Simon:
Für die Homepage möchte ich den Inhalt weiter straffen und Bilder aussortieren. Ansonsten wir es einfach zu viel. Dann würde ich gerne die Möglichkeit verbessern, die Bilder bestellen zu können. Der Resten passiert meistens spontan. Geplante Reisen habe ich nicht, jedoch würde ich sehr gerne wieder nach Afrika reisen. Im Moment habe ich von Asien ein bisschen genug. War ich doch dieses Jahr in Singapur, Hong Kong, China und Malaysia. Betreffend Fotografie habe ich die neue Nikon angeschaut, warte aber noch ab, einen neuen Body zu kaufen. Die D700 ist eine super Kamera und ich sehe im Moment den Mehrwert der D800 noch nicht. Warten wir einmal auf die D900. Für Bilder bzw. Motive habe ich auch immer wieder Ideen und setzte diese leider nur teilweise um. Ich habe einen anspruchsvollen Job der mich manchmal stark beansprucht, da ist die Zeit für ein so zeitintensives Hobby oft knapp.
Frage:
Was denkst Du über die Länder, die du jetzt schon gesehen hast? Was über die Menschen?
Simon:
Ich denke, etwas vom wichtigsten für das jetzt und die Zukunft ist die Toleranz gegenüber Fremden. Jede Kultur ist gewachsen und ist nicht schlechter als eine andere. Wir in Europa sind definitiv privilegiert. Hinsichtlich Wohlstand, Erziehung und Sicherheit können wir uns nicht beklagen. Ich denke auch, das es genug Menschen auf dem Planeten gibt. Ich bin gerade vor ein paar Wochen aus China zurückgekommen. Unglaublich wie viele Menschen sich dort auf engem Raum bewegen. Wir sind definitiv genug, die Natur wird leider immer mehr an den Rand gedrängt. Ich verstehe sehr gut wenn Menschen, die nichts haben, die Natur ausbeuten um an ein bisschen Wohlstand zu kommen. Ich habe auch dafür ein gewisses Verständnis. Aber Handel mit Tieren und Tierprodukten bzw. Naturschätzen des reinen Profites wegen Verurteile ich aufs Schärfste. Für mich gehören diese Art Menschen entsorgt. Ich muss es leider so hart sagen. Alles Geld dieser Welt kann eine ausgestorbene Spezies nicht ersetzten.
Ich wünsche mir, dass wir friedlich mit der Natur leben können, die Natur schätzen und schützen, den wir sind ein Teil von ihr. Ohne die Natur werden wir sehr bald von diesem Planeten verschwunden sein.
Frage:
Danke für Deine ausführlichen Antworten. Wir freuen uns jetzt schon auf neue Bilder und Geschichten von Dir. Alles Gute auf deinen weiteren Abenteuer!
Disclaimer: Alle Rechte an den Bildern sind ausdrücklich vorbehalten. Für den privaten Gebrauch dürfen die Bilder gerne verwendet werden. Über eine kurze Mail würde ich mich freuen. Für eine gewerbliche Nutzung ist jede Verwendung des Bildmaterials ausdrücklich untersagt! Bitte kontaktieren Sie mich für eine Offerte.
Contact